Die Entstehung des TTSC

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Artikel aus der  Festschrift-Ausgabe 10. Jubiläum vom 14. September 1985

40 Jahre Tontauben Schützenclub Villingen-Schwenningen e.V.

Die Geschichte des Tontauben-Schützenclubs Villingen-Schwenningen e.V. beginnt eigentlich schon im Jahr 1974, obwohl der Verein erst offiziell am 5. November 1975 gegründet wurde. Es war der als Zweiter Vorsitzender amtierende Vereinsfreund Manfred Ganter, der damals die Initiative ergriff, den damals in Villingen-Schwenningen noch recht spärlich gesäten Anhängern des Tontauben-Schießens die Möglichkeit zur Ausübung dieses Sportes zu eröffnen.

Am 1. Oktober 1974 setzte er sich schriftlich mit dem Kommandanten der Französischen Garnison im Stadtbezirk Villingen in Verbindung, um die Frage auszuloten, ob deutsche Staatsbürger auf dem Schiessstand der französischen Garnison auf Tontauben schießen könnten. Manfred Ganter, der auch bei den heimischen Jägern das Amt des Hegeringsleiters ausübte, sah sich zu der Anfrage veranlasst, weil kurz zuvor der damalige Hüfinger Schießstand geschlossen worden war. Damit war Ganter und anderen Tontauben-Schützen die Möglichkeit des jagdlichen Sportschiessens genommen – eine Übereinkunft mit der französischen Garnison bot sich als Ausweg an.

Es dauerte einige Wochen, bis Manfred Ganter von den Franzosen eine Antwort erhielt. Dann wurde er aber gleich zu einem Treffen mit dem zuständigen Sportoffizier Espinassy und Chefadjutant Gilbert Sabatié eingeladen. Das Treffen fand im Kasino der französischen Garnison statt. Dort vereinbarten die Gesprächspartner, nach Voranmeldung würden deutsche Schützen in gewissen Abständen auf dem Garnisons-Schießstand an der Straße zwischen den Stadtbezirken Villingen und Pfaffenweiler zum jagdlichen Schießen zugelassen.

Nachdem deutsche Schützen dreimal von diesem Angebot der französischen Streitkräfte Gebrauch gemacht hatten, gab es bald darauf einen engeren Kontakt zu französischen Sportschützen. Die hatten sich bei Chefadjutant Gilbert Sabatié gemeldet und deutsche und französische Anhänger der Schießsports verständigten sich darauf, einen gemeinsamen Club ins Leben zu rufen. Der Verein erhielt den Namen Bal-Trap-Club, Gilbert Sabatié wurde Erster Vorsitzender und Manfred Ganter Erster Beisitzer im Vorstand.

Durch die Gründung dieses deutsch-französischen Vereins, der durchaus zur Verbesserung des Kontaktes zwischen der französischen Garnison in Villingen und der deutschen Bevölkerung beitrug, wurden weitere deutsche Sportschützen auf den Plan gerufen, die sich dem Bal-Trap-Club anschlossen. Obwohl die Möglichkeiten nur begrenzt waren, denn zunächst stand den Sportschützen nur eine Handschleuder zur Verfügung, mit der die Tontauben in die Luft katapultiert wurden.

Kein Wunder, dass bei den aktiven Sportlern des Bal-Trap-Clubs der Ruf nach Maschinen für Trap- und danach auch für Skeet-Schiessen laut wurde. Auf dem Gelände des französischen Schiessstandes bei Pfaffenweiler wurde am 31. Juli 1975 – also mehr als ein halbes Jahr nach der Kontaktaufnahme mit den Franzosen – mit dem Betonieren von Standflächen für die Sportschützen begonnen. Die Vereinsmitglieder Sabatié, Ganter, Benzing, Reinacher, Spretke, Luchner und Merchel sowie einige andere, waren bei den Arbeiten mit von der Partie.

Doch die Hoffnung, dass sich die Sportschützen reibungslos auf dem Schiessstand der französischen Garnison würden etablieren können, trog. Zwar war in kurzer Zeit mit Abfallholz der Firma Winkler und Spenden der Mitglieder ein Hoch- und ein Niederhaus für Skeet-Schiessen entstanden und es wurde noch an der Installation einer Turbulenz-Maschine für Traps-Schiessen gearbeitet, doch dies war plötzlich nicht mehr im Sinne der für die Gebäude und Einrichtungen der ausländischen Streitkräfte zuständigen Bundesvermögensverwaltung. Misslich wirkten sich darüber hinaus die Versetzung der französischen Sportschützen des Bal-Trap-Clubs aus, es tauchten Probleme mit der Waffenbesitzkarte ( WBK ) auf und versicherungsrechtlich bestand keine Deckung mehr für die deutschen Mitglieder des Vereins. Der Bal-Trap-Club stand nahe vor der Auflösung, zahlreiche Hoffnungen der Sportschützen waren zerronnen.

Doch Manfred Ganter wollte nicht aufgeben, nachdem er nun schon die Initiative ergriffen hatte, einen Club auf die Beine zu stellen. Um das Tontauben-Schießen auf Vereinsebene weiter fortzuführen, berief er im August 1975 eine Mitglieder-Versammlung in der >Waffenschmiede< im Stadtbezirk Villingen ein. Auf dieser Versammlung wurde das Ende des deutsch-französischen Bal-Trap-Clubs praktisch besiegelt. Vertreter der französischen Garnison erklärten, sie sähen sich nicht mehr dazu in der Lage, das ganze aufrecht zu erhalten und zu finanzieren.

Nun war guter Rat teuer. Zunächst wurde daran gedacht, die deutschen Sportschützen dem historischen Grenadiercorps Villingen anzugliedern und ihnen so auf Umwegen die neuerliche Möglichkeit zur Nutzung des französischen Schießstands zu eröffnen. Die Vorderladerschützen des Grenadiercorps hatten nämlich nach wie vor die Erlaubnis, ihr Hobby auf dem Garnisons-Schießstand auszuüben. Schließlich versandete die Überlegung einer Kooperation mit dem Korps, nachdem dessen Mitglieder auf einer Versammlung abgewunken hatten.

Die verbliebenen Sportschützen fanden sich nach den zwischenzeitlichen Enttäuschungen dann dazu bereit, das Heft wieder allein in die Hand zu nehmen und einen eigenen Verein zu gründen. Als Grundlage diente die Liste der Bal-Trap-Club-Angehörigen, nach der zur Gründungsversammlung auf den 5. November 1975 in das Gasthaus "Jägerhaus" eingeladen wurden. Zur Freude der aktivsten Sportschützen erschienen alle 22 eingeladenen Personen.

Ernst Vazansky hatte für die Gründungsversammlung einen Satzungsentwurf ausgearbeitet, der von den Anwesenden diskutiert und angenommen wurde. Am 5. November schritt man auch gleich zur Wahl des Vorstandes. Horst Melchert wurde Erster Vorsitzender des neu gegründeten Tontaubenschützenclubs Villingen-Schwenningen, Manfred Ganter wählte die Versammlung als Zweiten Vorsitzenden, Manfred Osterburg wurde Sportwart, Fritz Müller übernahm das Amt des Kassierers und Günther Spretke stellte sich als Schriftführer zur Verfügung. Ernst Vazansky und Gilbert Sabatié wurden zu Beisitzern gewählt.

Mit den Regularien zog sich der Abend des Gründungsversammlung so lange hin, dass sich die Mitglieder des frischgebackenen Tontaubenschützen-Clubs auf den 3. Dezember vertagten. Wieder traf man sich im Gasthaus "Jägerhaus". Inzwischen war die Vereinssatzung so überarbeitet, wie es das Registergericht und das Finanzamt verlangt hatten – dabei hatte sich Ernst Vazansky wieder im Interesse des Vereins engagiert. Die überarbeitete Fassung der Satzung wurde von den Mitgliedern angenommen und die Tontauben-Schützen konnten gleich 3 weitere Mitglieder aufnehmen.

Die vereinsrechtlichen Bedingungen bereiteten dem Club keine Schwierigkeiten – doch ein anderes grundsätzliches Problem behinderte des Start in ein aktives Vereinsleben. Es musste nämlich die Frage geklärt werden, wo die Sportschützen ihrem Hobby eigentlich nachkommen konnten. Sportsfreund Sabatié versuchte

noch einmal, für die Tontauben-Schützen eine neuerliche Genehmigung zur Nutzung des Garnison-Schießplatzes zu erwirken. Doch eine Erlaubnis gab es nicht, mit der Begründung, die Einfriedung des Platzes sei nicht in Ordnung.

So ging die Suche nach einem Betätigungsfeld weiter. Zwischendurch wollten die Sportschützen natürlich nicht ganz auf die Ausübung ihres Sportes verzichten. Deshalb fuhren die Mitglieder des jungen Clubs am 31. Januar 1975 zu dem Rod & Gun-Club, einem kanadischen Tontaubenschützen-Verein in Söllingen, auf dessen prächtiger Anlage die Villinger-Schwenninger den ganzen Tag über Trap und Skeet schießen konnten. Seit dem Jahreswechsel 75/76 verbindet den Tontauben-Schützenclub Villingen-Schwenningen eine herzliche Freundschaft mit den Kanadiern aus Söllingen, die in zahlreichen weiteren Begegnungen ihren Ausdruck fand.

Obwohl der doppelstädtische Tontauben-Schützenclub immer noch keine eigene Anlage hatte, wurden neue Mitglieder aufgenommen. Die Platzfrage stellte sich in der Folgezeit natürlich als immer dringlicher heraus. Der Zweite Vorsitzende Manfred Ganter entwickelte Anfang 1976 schließlich die Idee, im Gewann Neuhäusle, auf der Gemarkung Unterkirnach, eine vereinseigene Schießanlage einzurichten. Mit Emil Sieber, dem Eigentümer des ins Auge gefassten, zehn Hektar großen Geländes, begann eine Reihe von Gesprächen. In die Gespräche war auch das Vereinsmitglied Architekt Rüdiger Sturm eingeschaltet. Manfred Ganter konnte dann am 18. März 1976 eine Einigung mit Emil Sieber erzielen; Sieber als Eigentümer erklärte sich bereit, das Gelände im Neuhäusle zur Errichtung und Nutzung einer Trap- und Skeet-Anlage zu verpachten. Umgehend wurde ein Bauantrag bei der Gemeinde Unterkirnach eingereicht. Aufgrund guter Beziehungen zu dem Bürgermeister Siegfried Baumann und einigen Unterkirnachern Gemeinderäten wurden die Pläne innerhalb von einer Woche genehmigt und an das Landratsamt des Schwarzwald-Baar-Kreises weitergereicht.

Doch damit war, wie sich im Laufe des Genehmigungsverfahrens herausstellte, der Tontauben-Schützenclub noch immer nicht am Ziel. Gegen die Einrichtung einer Trap- und Skeet-Anlage im Gewann Neuhäusle wurden von mehreren Seiten gravierender Bedenken vorgebracht. Diejenigen, die sich gegen die Bauabsicht der Sportschützen aussprachen, führten als Gegenargument an, das in der Gegend heimische Auerwild würde durch die Schießanlage empfindlich gestört. Da das Auerwild unter absolutem Schutz steht und dort eines der größten Auerwild-Biotope der Bundesrepublik vorkommt, sprachen sich kompetente Gutachter ebenfalls gegen die Einrichtung eines Schießplatzes aus. Dem Tontauben-Schützenclub wurde bedeutet, er müsse auf ein anderes Gelände ausweichen.

Unter anderem hatte auch die Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen als Anrainer Bedenken gegen das Neuhäusle-Projekt formuliert. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Tontauben-Schützenclub in Unterkirnach nicht ans Ziel seiner Wünsche gelangen konnte, erhielt der Verein am 21. April 1976 die Zusicherung des Villingen-Schwenninger Oberbürgermeister Dr. Gerhard Gebauer, die Stadt werde bei der Platzsuche behilflich sein. Nach mehreren Ortsbesichtigungen fiel die Entscheidung für das jetzt benutzte Gelände direkt angrenzend an den Schießplatz der französischen Garnison beim Stadtbezirk Pfaffenweiler. Dieses Gelände wurde von den Sportschützen allgemein als ideal empfunden. Vor allem das dort befindliche alte Wachhäuschen hatte es den Vereinsmitgliedern angetan – schnell entstand auch die Absicht, das Wachhäuschen zu einem Clubhaus zu erweitern.

Für Schriftführer Heinz Biegert begann nach der Platzauswahl eine Heidenarbeit, da er sehr viel offizielle Schreiben fertigen musste. Der Stadt Villingen-Schwenningen oblag es, mit der französischen Garnison darüber zu verhandeln, dass ein Teil des militärisch genutzten Schiessplatzes dem Tontauben-Schützenclub endgültig überlassen werde. Dazu waren mehrere Sitzungen mit Colonel Reyes, Adjutant Robert Lossinger, Bürgermeister Dr. Lindner und dem Leiter des Amts für öffentliche Ordnung, Dr. Schreiber, erforderlich. Eingeschaltet wurde auch die Bundesvermögensverwaltung, die bis zu diesem Zeitpunkt noch der Pächter des für den Tontauben-Schützenclub in Aussicht genommenen Areals war. Wie die Stadt Villingen-Schwenningen und die französische Garnison zeigte auch die Bundesvermögensverwaltung Verständnis für das Anliegen des Sportschützen, die in Herrn Gloe immer einen kooperativen Verhandlungspartner hatten.

Am 17. Dezember 1976 kam es im Sitzungssaal des Villinger Rathauses nach den zahlreichen Vorbesprechungen schließlich zu einem Abschlussgespräch, bei dem die endgültige Zusage gegeben wurde, dass der Sportschützen-Verein auf dem Gelände beim Schiessplatz der französischen Garnison eine Trap- und Skeet-Anlage errichten dürfe.

Nun begann die Arbeit unseres Mitgliedes Rüdiger Sturm, der als Architekt die Tontauben-Schießanlage plante, Angebote einholen musste und Platzvermessungen vornahm. Das alles wurde auf Sitzungen des Vorstandes eingehend erörtert. Als Schiessstand-Sachverständiger hatte auch der Experte Fritz Rein vom Polizeipräsidium Freiburg ein wichtiges Wort mitzureden. Die Zusammenarbeit mit ihm gestaltete sich allerdings sehr positiv.

Es vergingen wieder einige Monate, bis der Tontauben-Schützenclub bei Bürgermeister Dr. Lindner dann die fertigen Pläne vorlegen konnte. Am 9. Mai 1977 vereinbarten dann Forstdirektor Härle, Architekt Sturm und der zweite Vorsitzende Manfred Ganter, wie der Baumbestand auf dem zur Verfügung gestellten Gelände reduziert werden solle. Mit dem eigentlichen Bau der Schießanlage und mit dem Abholzen des Geländes durch die Firma Flueck wurde dann unter der Anleitung von Forstdirektor Härle am 11. Mai begonnen. Ebenfalls im Mai fing die Firma Kurz & Gaiser mit der Aushebung und Einplanierung des Geländes an. Die weiteren Arbeiten folgten dann Zug um Zug. Mit Bürgermeister Dr. Lindner wurde schließlich am 6. Juni 1977 der Pachtvertrag für den Schiessplatz abgeschlossen.

Bereits am 19. August 1977 konnte der Schiessstand durch Herrn Schreiber vom Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Villingen-Schwenningen und dem Polizeiexperten Regitz von der Landespolizeidirektion Freiburg abgenommen werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Firma Niemroth ein Hoch- und Niederhaus für das Skeet-Schiessen und eine Turbulenz-Wurfmaschine für das Traps-Schiessen installiert. Bis in den September hinein bemühten sich dann zahlreiche Vereinsmitglieder in freiwilliger Wochenendarbeit, die Anlage dementsprechend herzurichten.

Am 17. September hatten die umfassenden Bemühungen des Tontauben-Schützenclubs zur Schaffung einer eigenen Sportanlage dann ihr erfolgreiches Ende gefunden: der Schiessstand wurde im Beisein zahlreicher Honoratioren und unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Dr. Gebauer offiziell eingeweiht. Zu diesem freudigen Anlass veranstaltete der Tontauben-Schützenclub nicht nur einen Wettkampf für aktive Sportschützen, sondern auch ein Preisschiessen für die prominenten Gäste und für die anwesenden Journalisten.

Vereinsintern folgten Fachkundekurse, Vorstandssitzungen und am 6. April 1978 wurde schließlich das Pächterehepaar Wehinger mit der Betreuung des Clubhauses beauftragt. Mit Elan und unter großen Engagement des jetzigen Vorsitzenden, Erwin Faller, konnte dann daran gegangen werden, das alte Wachhaus zu einem den Ansprüchen genügenden Clubhaus zu erweitern. Das Clubheim wurde im Dezember 1978 fertig gestellt und seiner Bestimmung übergeben. Dies war für den geselligen Zusammenhalt im Tontauben-Schützenclub Villingen-Schwenningen von enormer Bedeutung.

Im Verlauf des Jahres 1978 stellte sich heraus, dass die provisorische Energieversorgung für die Schiessanlage mit Hilfe eines Notstromaggregates nicht ausreichend war. Die elektrischen Spannungen entpuppten sich als sehr wechselhaft und ein exakter Abwurf des Tontauben konnte nicht gewährleistet werden. Seit dem Mai 1978 gab es Verhandlungen mit den Stadtwerken Villingen-Schwenningen über die Frage, wie der Schiessplatz des Tontauben-Schützenclubs direkt mit Strom versorgt werden könnte. Im Oktober 1978 fand dann die Schlussbesprechung über den Stromanschluss bei den Stadtwerken statt und die eigentlichen Arbeiten begannen dann im Frühjahr 1979. Nach der Installation der Leitungen und einigen Umbauten Trafowerk hatten die Sportschützen dann schließlich ihren eigenen Stromanschluss.

Inzwischen war der Club auf 80 Mitglieder angewachsen, von denen sich die meisten selbst im Skeet- und Trab-Schiessen übten. Dabei wurde deutlich, dass die bis dahin benutzten Turbulenzmaschine für das Trab-Schiessen längst nicht allen Anforderungen gerecht wurde. So beschloss der Vorstand, mit einem Kostenaufwand von ca. 26.000 Mark – zur Finanzierung dienten wiederum hohe Spenden von Vereinsmitgliedern –eine moderne Fünf-Maschinen-Anlage einzubauen. Im Herbst 1979 konnte diese Anlage in Betrieb genommen werden.

Damit war der Tontauben-Schützenclub auch in die Lage versetzt worden, auf Kreis-, Bezirks-, und Landesebene als Gastgeber Meisterschaften auszurichten. Es war dem Verein somit innerhalb kurzer Zeit gelungen, für den Skeet- und Trap-Sport auf einer eigenen Anlage hervorragende Bedingungen zu schaffen.

Da die ganze Sportanlage sehr beansprucht wurde und auch das Skeet-Schiessen sich immer größeren Zuspruchs erfreute, war es notwendig auch in dieser Richtung etwas zu tun. Der schnelle Aufstieg unseres Vereins erforderte dies einfach um am Ball bzw. an der Taube zu bleiben.

Nachdem die Trapanlage erweitert wurde, war es für den Verein eine große Belastung auch die Skeet-Maschine zu erneuern. Doch auch hier zeigte sich was in unseren Mitgliedern für ein Idealismus steckt. Es wurde eifrig gespart und gespendet und so konnten im Jahre 1983 das Hoch- und Niederhaus mit neuen Maschinen bestückt werden. Die ganze Anlage läuft nun zur vollen Zufriedenheit aller.

Doch nicht nur die sportlichen Belange müssen berücksichtigt werden, sondern auch "das andere Drumherum". Wenn ein Schiessstand so stark in Anspruch genommen wird, kommen auch viele Menschen zusammen, sei es als Schützen oder Zuschauer. Nach anfänglichen Problemen mit der Wasserversorgung, Mangel im Sommer, Kälte im Winter, konnte auch hier Abhilfe geschaffen werden. Auch wieder mit Spenden und Eigenmitteln wurde ein kleines Pumpwerk gebaut und Kunststofftanks installiert, so dass wir immer einen Vorrat von ca. 4.000 Liter Wasser zur Verfügung haben. Auch die gärtnerischen Anlagen vor unserem Vereinsheim sind in diesem Jahr neu angelegt worden, was das ganze sehr anschaulich macht.

Um den heutigen Erfordernissen gerecht zu werden, musste eine neue Vereinssatzung von dem Vereinsvorstand Ernst Vazansky, 1. Vorsitzender Erwin Faller, 2. Vorsitzender Lutz Schnell, Schriftführer O. Scherzinger, Kassierer B. Kogler, Sportwart und den Beisitzern S. Mohr und W. Hoffmann ausgearbeitet werden, welche am 15. März 1985 in Kraft getreten ist.

Wir können heute feststellen, dass wir innerhalb weniger Jahre ein Ziel erreicht haben, auf welches wir mit Stolz blicken können. Disziplin, sportliche Fairness, Freude an der Arbeit und vor allen Dingen Kameradschaft ist notwendig um den weiteren Fortbestand unseres Clubs sicher und erfolgreich in das nächste Jahrzehnt zu führen.